Übergabe der Flussbefreier-Gewinnurkunde am Wehr Hainbronn an die Stadt Pegnitz im August 2023. Foto: WWF/Ruben van Treeck
Rückbau nicht mehr genutzter Wehre

Übergabe der Flussbefreier-Gewinnurkunde am Wehr Hainbronn an die Stadt Pegnitz im August 2023. Foto: WWF/Ruben van Treeck

Rückbau nicht mehr genutzter Wehre

Stadt Pegnitz gewinnt beim Flussbefreier-Wettbewerb. Umbau der Stauanlage Hainbronn an der Pegnitz

„Je mehr frei fließende und unverbaute Flüsse mit naturnahen Auen wir haben, desto besser sind wir für die Zukunft gerüstet“ sind sich Anne Schmitt (Flussparadies Franken e.V.) und Michael Bender (Living Rivers) einig. Ein Schwerpunkt beim letzten FlussFilmFest war also unter anderem die Forderung nach der Wiederherstellung der biologische Durchgängigkeit von Flüssen und Bächen.

Der WWF-Living-Planet-Report zeigte auf, dass die Population der Wanderfische in Europa in den letzten 50 Jahren um 93 % eingebrochen ist. Um hier konkret zu werden, konnten bis zum 31. Mai 2023 nicht mehr benötigte Wehre und Querbauwerke in Flüssen und Bächen gemeldet werden. Mit bis zu 30.000 Euro unterstützt der WWF Kommunen, Unternehmen und Wehrbesitzer beim Rückbau.

Und ein Wehr im Maineinzugsgebiet ist dabei!!! Die Stauanlage Hainbronn, ein ökologisch nicht durchgängiges Wehr im Besitz der Stadt Pegnitz, das nicht mehr in Gebrauch ist, wird 2024 zurück gebaut. Sie liegt im Oberlauf, etwas südlich der Stadtgrenze. Der Rückbau ermöglicht eine größere biologische Vielfalt und im speziellen den Fischarten eine weitere Ausbreitung, und diverse Rückzugsmöglichkeiten. Alle Informationen zu den Gewinner-Wehren unter wwf.de/werden-sie-flussbefreier

Foto: Übergabe der Flussbefreier-Gewinnurkunde am Wehr Hainbronn an die Stadt Pegnitz im August 2023. Foto: WWF/Ruben van Treeck

WWF-Wettbewerb zur Unterstützung des Rückbaus von drei nicht mehr genutzten Querbauwerken (z.B. Wehren), in deutschen Flüssen und Bächen

Bäche und Flüsse durchziehen Deutschland auf einer Länge von rund 400.000 Kilometern. Für Menschen, Tiere und Pflanzen ist das von unschätzbarem Wert. Flüsse, Bäche und Rinnsale sind unentbehrlich für die Erholung und zugleich Hotspots der biologischen Vielfalt. Doch durch menschliche Eingriffe geht diese Vielfalt immer mehr verloren, nur wenige naturnahe Gewässer sind noch übrig. Gerade Querbauwerke wie Wehre, Abstürze, Sohlschwellen und andere Barrieren, durch die Fließgewässer unterbrochen, aufgestaut und ausgeleitet werden, stellen ein Problem dar. Meist behindern sie die Wanderung von Fischen, zerstören typische Flusslebensräume und verhindern den Transport von Geschiebe, dem natürlichen „Flussbaumaterial“. Über 200.000 solcher Querbauwerke in Fließgewässern gibt es in ganz Deutschland.

Der WWF schlägt nun ein neues Kapitel beim sog. „Dam-Removal“ auf. Unterstützt von der Deutschen Postcode Lotterie wird er den Rückbau von drei weiteren Querbauwerken mit jeweils 30.000 Euro teilfinanzieren. Unter dem Motto „Werden Sie Flussbefreier“ konnten sich bis 31.05.23 bundesweit u.a. Kommunen, Besitzer von Kleinwasserkraftwerken und Verantwortliche aus der Wasserwirtschaft mit Vorschlägen für konkrete Rückbauprojekte bewerben. 

Die Gewinner wurden im August 2023 bekannt gegeben. Auch im Maineinzugsgebiet ist ein „glückliches“ Wehr dabei!

Mehr Info gibt es unter wwf.de/werden-sie-flussbefreier.

Published On: 22. August 2023Kategorien: Mitmachen und NachmachenViews: 6890 Kommentare on Rückbau nicht mehr genutzter Wehre

Hinterlassen Sie einen Kommentar